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Lausitz - Wasserhaushalt

Ökologie in der Lausitz – Wasserhaushalt


In den meteorologischen Beobachtungen des Zeitraumes von 1951 bis 2007 konnte festgestellt werden, dass die Temperatur um 1°C in Winter zugenommen hat und sich daraus ableiten ließe, dass bis 2100 die Temperaturen weiter ansteigen werden, der Niederschlag zwar abnehmen jedoch die Hoch-wassergefahr zunehmen wird.
Bei der langfristigen Beobachtung des Grundwasserspiegels in der Lausitz und Südbrandenburg ist festzustellen, dess in den letzten 20 Jahren, auch ohne Bergbaubeeinflussung, dieser gesunken ist. Prognosen für das Jahr 2050 gehen davon aus, dass mit einem Temperaturanstieg um 7%, der Grundwasserspiegel um ca. 4 % sinken wird und die Abflüsse der Gewässer um ca. 10 % abnehmen werden.

Was die Tagebaue Nochten und Reichwalde angeht, ist es das Ziel, gemeinsam mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie sowie mit dem Kohleunternehmen Vattenfall über Förderungen der EU, die Region zum „Testeinzugsgebiet“ zu erklären und an dessen Finazierung zu arbeiten.


Schwerpunkt der ökologischen Untersuchungen sollte aus heutiger Sicht eine gesamtökologische Untersuchung in der Tagebauregion um Weißwasser sein.

 

Folgende Arbeitsschritte sind zu realisieren:

1. Ist-Analyse

Im Rahmen der ursprünglichen Erschließung, Betreibung und Rekultivierung von Braunkohlen-Tagebau-Flächen um Weißwasser ist vorauszusetzen, dass umfangreiche Untersuchungen in hydro-geologischen und Ökologischen Bereichen durchgeführt wurden.

1.1. Die vorliegenden Ergebnisse sind so zu erfassen, dass die Ausdehnung eines von Tagebauen
beeinflussten Untersuchungsgebietes definiert werden kann.

1.2. In diesem Untersuchungsgebiet sollen die Ergebnisse unter den Aspekten der Mengenbilanzen, der Boden– und Wasser-Qualität, der Bodennutzungsmöglichkeiten und der Standsicherheit zu folgenden Bereichen dargestellt werden:

• Veränderungen der Geologie
• Grundwasserstände
• Unterirdische Fließbewegungen
• Fließgewässer und Restseen

2. Entwicklungstrends
Die unter Pkt. 1.2 aufgeführten Bereiche sind in ihrer möglichen Entwicklung abzuschätzen und deren Auswirkunden auf die Ökologie darzustellen.
Der betrachtete Entwicklungszeitraum sollte die Phase des Grundwasserwiederanstieges nach der Außerbetriebnahme der Tagebaue bis zu einem Beharrungszustand beinhalten.

3. Maßnahmen
Analysen und Trends werden Gefährdungen der Ökologie ausweisen.
Hierzu sind Maßnahmen vorzuschlagen, die die Umweltsysteme für die Zukunft sichern können.
Im Rahmen der 4 Regionalkonferenz, die am 22 Juni 2011 stattfand, stand der Vortrag von Frau Kuhn vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie zur Thematik Wasserhaushalt in Sachsen und in der Lausitz auf der Tagesordnung. Die Anwesenden erfuhren eine Vielzahl von Tätigkeitsfeldern der Institution, über Fakten der Grundwasserlage und Aussagen zu der Entwicklung der Tagesdurchschnittstemperaturen und u. A. dass bis 2050 kaum eine Veränderung der Grundwassersituation zu erwarten sei, jedoch im Zeitraum 2050 - 2100 die Temperaturen um 4 Grad steigen und der Grundwasserspiegel absinken werde.
In diesem Zusammenhang verwies sie auf den lnternetauftritt des Landesamtes unter www.smul.sachsen.de und die darin vertretenen Projekte, wie dem Klimakompendium vom 06.06.2011 und aktuell laufende Untersuchungen der TU Dresden im Auftrag von Vattenfall.